Deutsche Schülerakademie 2021 – Kurs zum Thema Politische Philosophie

Nach erfolgreicher Zusage und Zuteilung eines meiner angegebenen Wunschkursen, nahm ich vom 29.07.21 – 05.08.21 an der Deutschen Schülerakademie im Bereich “politische Philosophie” Teil. Dies war auf meiner Liste von fünf Favoriten, der 4. gewesen und somit war ich anfangs etwas skeptisch und unsicher, was ich zu erwarten hatte. Jedoch habe ich mich sehr gefreut, nun eine Woche lang mal ein wenig über bekannte, kürzere Texte von Kant und Karl Marx bis hin zu einem 20-seitigen Text von Gilles Deleuze und Félix Guattari zum Thema „Was ist ein Begriff“, herumphilosophieren zu können. Politische Philosophie an sich – für die, die es nicht wissen -, befasst sich grundlegend mit der Kritik, der Sinngebung und der Wegweisung allen politischen Handelns und umfasst unter anderem philosophische Theorien der Gesellschaft, Rechts- und Staatsphilosophie.
Die Deutsche Schülerakademie hatte in den vergangenen Jahren immer in Präsenz stattgefunden, doch aufgrund der Corona-Pandemie und aktueller Verordnungen wurden die Kurse dieses Jahr online über Microsoft Teams durchgeführt. Diese virtuelle Nähe war allerdings von sehr viel Indirektheit geprägt und es fiel manchmal schwer, gut zu kommunizieren und sich verständnisvoll auszutauschen.
Um das normale Akademie-Freizeitleben ein wenig zu ermöglichen, gab es gegen Abend jeden Tag unzählige Gruppenräume zu verschiedenen Themen. So trafen sich die Bücherfreaks im Bücherclub, wo sie sich über die neuesten Bestseller stundenlang unterhielten. Im Koch-Raum sammelten sich Küchenkunstbegeisterte und kochten parallel dieselben Speisen. Zu meinem Glück gab es auch eine Art Poetry Slam Abend, an dem man anderen Poesieinteressierten seine Texte vortragen und sich Feedback holen konnte.
Während der Akademiezeit hatte ich regelmäßig von 9-12 Uhr meinen Kurs, eine Mittagspause bis 14 Uhr und anschließend wurde tagesabhängig noch ein paar Stunden mehr die politische Philosophie auch nachmittags gelehrt.
Mit meinem Kursthema „politische Philosophie“ hatte ich anfangs einige Schwierigkeiten, vor allem, da die anderen Kursteilnehmenden um einiges älter waren, ein sehr extravagantes Vokabular besaßen und die meisten sich privat schon lange für das Thema interessiert hatten. Da war ich ein wenig überwältigt, ohne Vorkenntnisse in dem Bereich. Gegen Ende lief es dann um einiges besser und das Vertreten vom eigenen Standpunkt zu kniffligen Theorien gelang besser als am Anfang erwartet.
Obwohl es anfangs schwierig war anzuknüpfen, finde ich es erstaunlich, wie schnell es nach etwas Übung gelingt, komplizierte Texte zu analysieren und neue Methoden direkt anzuwenden. Vielen Dank für diese wunderbare Gelegenheit!
Text: Freya Höynck